Nutze den Code NEWS und erhalte 20% Rabatt auf alle Garne! (Gültig bis inkl. 24. März)

Wird geladen …
Sara Ottosson – Aktuell in der Frühlingskollektion City Spring von Svarta Fåret

Sara Ottosson – Aktuell in der Frühlingskollektion City Spring von Svarta Fåret

Posted: 17 February, 2025
Writer: Eddna
Kategorie:

Sara Ottosson: Sie ist die Frau, die beruflich baut und malt, und zwischendurch Strickanleitungen designt – gern mit Intarsien. Vielleicht hat Saras Tag einfach mehr Stunden?

 

Wann hast du stricken gelernt? Hat es dir jemand beigebracht?
Seltsamerweise erinnere ich mich an keine Zeit, in der ich nicht stricken konnte, aber gelernt haben muss ich es ja irgendwann. Wahrscheinlich sah ich meine Mutter beim Stricken, als ich klein war, und wollte sie nachahmen. Vermutlich zeigte sie mir also die ersten Schritte. Ich hatte schon früh Interesse an Textilien und fing mit etwa 6–7 Jahren an, Kleidung für mich selbst und meinen Troll Pixi zu machen – ich nehme an, ungefähr zu dieser Zeit lernte ich auch stricken.

 

Wovon lässt du dich am meisten inspirieren?
Mich inspiriert vor allem das, was ich nicht kann. Zum Beispiel finde ich viel Inspiration in verschiedenen gewebten Stoffen, Mustern, Strukturen und Farbverläufen. Da ich aber nicht weben kann, reizt es mich, diese Dinge in Strick umzusetzen, eine Technik, die ich beherrsche. Vielleicht entsteht die stärkste Inspiration genau in der Begegnung verschiedener Handwerksarten. Außerdem spricht wahrscheinlich die innere Retro-Punkerin in mir an, dass ich besonders von karierten Mustern angezogen werde. Karomuster haben etwas Zeitloses, etwas Widerständiges und Alltägliches. Ich bin zwar keine Textilhistorikerin, aber ich finde es faszinierend, dass beispielsweise Schottenkaros historisch gesehen sowohl in Traditionen, Haute Couture, der Oberschicht als auch in Subkulturen auftauchen. Dass ein scheinbar einfaches Muster aus vertikalen und horizontalen Fäden (abhängig von der Webtechnik, aber wie gesagt, ich kann nicht weben) so komplex sein kann, finde ich unglaublich spannend!

 

Was bedeutet das Stricken für dich?
Stricken hat mich mal mehr, mal weniger durchs ganze Leben begleitet, immer als kreatives Ventil. Ich war nie der Typ, der nach Anleitungen gestrickt hat. Zweimal bekam das Stricken aber eine größere Bedeutung. 2021 war ich eine Zeit lang wegen Depressionen und Angstzuständen krankgeschrieben, und in dieser Zeit strickte ich beinahe manisch, weil es das Einzige war, was ich schaffte. Ich kann nicht sagen, dass ich damals durch das Stricken Ruhe fand – es war eher ein Rettungsanker, und ohne Stricken fiel mir der Alltag schwer. Doch dadurch fand ich zurück zur Inspiration, zur Improvisation und zum Wunsch, mehr zu lernen. Als es mir besser ging, erforschte ich dies weiter und wagte es schließlich 2022, mein eigenes Unternehmen zu gründen, um Anleitungen zu schreiben und Designs zu entwickeln. Heute bedeutet das Stricken für mich vieles, je nach Projekt: Stress bei Deadlines, Entspannung, wenn ich einfach drauflosstricken kann, fast täglich Inspiration, Frustration, wenn etwas nicht klappt, und Freude, wenn ich sehe, wie meine Hände etwas erschaffen.

so

SARA OTTOSSON


Lieblingsfarbe: Grün
Lieblingsgarn: So viele! Meine momentane Liebe ist Lore von The Fiber Co. 
Meine Favoriten von Svarta Fåret sind Brushed Alpaca und Ulrika Natur.
Lieblingssong: Rebel Girl von Bikini Kill oder Slakthuset von Matriarkatet
Lieblingsessen: Meze/Kleinigkeiten oder ein richtig gutes, scharfes indisches Dal
Instagram: @handvarkat

Wie kam es dazu, dass du eigene Anleitungen schreiben wolltest?
Die Idee entstand teilweise aus der Notwendigkeit heraus. Ich kündigte meinen Job, weil ich mich in meiner Rolle nicht wohl fühlte, und musste etwas anderes finden. Bereits vorher hatte ich angefangen, Anleitungen zu veröffentlichen, unterstützt und motiviert durch die Besitzerin meines lokalen Wollgeschäfts (Lotta <3). Aber erst mit der Kündigung kam die Idee, es ernsthaft zu versuchen. Ich überlegte, was ich als Kind werden wollte – ganz oben standen Künstlerin, Autorin und Modedesignerin – und dachte, dass es nun an der Zeit wäre, meinen alten Träumen Raum zu geben.

 

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der selbst anfngen möchte, zu designen?
Trau dich, Dinge auszuprobieren, frustriert zu sein und erneut zu versuchen! Finde etwas, das dich wirklich interessiert – egal ob Garn, Konstruktion, Muster oder Struktur – und erforsche es gründlich. Selbst wenn es kompliziert wirkt, macht es viel mehr Spaß, wenn du wirklich für etwas brennst. Es dauert vielleicht länger, als man denkt, aber genau darin liegt das Schöne: Du lernst auf diesem Weg unglaublich viel.

 

Was machst du, wenn du nicht strickst?
Wenn ich nicht stricke, arbeite ich freiberuflich als Requisiteurin und Dekorationsmalerin – ich baue und bemale verschiedenste Dinge für Museen, Theater und Film. Alternativ arbeite ich in einer Foodstudio-Bar und einem Arcade-Café im Service. Privat mache ich gern High-Intensity-Training, stricke an etwas, das kein Arbeitsprojekt ist, nähe, gehe mit Freunden auf ein Bier oder mache Ausflüge in den Wald, gern mit Lagerfeuerkochen. Außerdem liebe ich Filme, und daher gehört auch ein gemütlicher Filmabend zu meinem Alltag (und liefert Inspiration für meine Strickanleitungen).

bildblogg
© 2024 Eddna